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Katholische Theologie


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Aktuelle Bücher, Broschüren und Zeitschriften

Vollständige Publikationslisten finden Sie auf den Profilseiten der Professorinnen und Professoren.

 

 

Gender studieren - Lernprozess für Theologie und Kirche

Eckholt, Margit (Hg.), Gender studieren. Lernprozess für Theologie und Kirche, Ostfildern: Grünewald 2017 (ISBN 978-3-7867-3090-3).

Im Umfeld der Familiensynode ist immer wieder der Begriff Gender gefallen. Rechte politische und kirchliche Kreise bringen ihn mit der Auflösung klassischer Familienmodelle und traditioneller Männer- und Frauenrollen zusammen. Begriff und Anliegen werden hier pauschal unter Verdacht gestellt, ohne sie jedoch genauer zu klären.

Ziel dieses Buches ist es, aus unterschiedlichen theologischen und pastoralen Perspektiven sowie über einen Blick in den internationalen Kontext zu einer sachlichen und konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Gender-Begriff beizutragen und somit den Herausforderungen des Geschlechterverhältnisses und der Geschlechtergerechtigkeit für Kirche und Theologie gerecht zu werden.

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Intercambio. Jahrbuch des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland

Berges, Ulrich / Duve, Thomas / Eckert, Michael / Eckholt, Margit / Groß, Walter / Kruip, Gerdard / Meier, Johannes / Neuser, Heinz / Sievernich, Michael (Hg.), Intercambio. Jahrbuch des Stipenienwerkes Lateinamerika-Deutschland, Bd. 3: 2011-2014, Münster / Berlin: LIT 2016 (ISBN 978-3-643-11904-9).

Das Jahrbuch 2011-2014 des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland (ICALA - Intercambio cultural latinoamericano-alemán, www.icala.de) versammelt Beiträge aus den Feldern der Theologie, Philosophie und den Sozialwissenschaften von ehemaligen Stipendiaten und Stipenidatinnen sowie Mitgliedern des Kuratoriums des Stipendienwerkes. Das Stipendienwerk wurde 1968/69 von Bernhard Welte und Peter Hünermann gegründet. Ziel der Arbeit ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches zwischen Deutschland und Lateinamerika auf den Feldern von Theologie, Philosophie, Pädagogik und Sozialwissenschaften.

 

 

Die große Sinnsuche - Ausdrucksformen und Räume heutiger Spiritualität

Eckholt, Margit / Siebenrock, Roman A. / Wodtke-Werner, Verena (Hg.), Die Große Sinnsuche. Ausdrucksformen und Räume heutiger Spiritualität, Ostfildern: Grünewald 2016 (ISBN 978-3-7867-3074-3).

Heute sind vielfältige, teils konkurrierende Spiritualitätsangebote attrakiv, die längst nicht mehr religionsspezifisch oder kirchlich verortet, sondern auf einem freien Markt zugänglich sind. "Spiritualität" auch ohne Gott wird zur Selbstverständlichkeit.

Die Theologie überlässt diese Phänomene nicht der Religionssoziologie, sondern nutzt die Herausforderung für sich selbst. Wie steht es um die eigenen spirituellen Traditionen? Warum finden immer weniger Menschen in den christlichen Traditionen einen Ort für ihre Sehnsucht? Wie sind die neuen Bewegungen aus chrstlicher Sicht zu verstehen und zu bewerten?

Dieses Buch stellt sich deshaln in theologischen und kulturwissenschaftlichen Reflexionen heutigen Spiritualitäten, beleuchtet ihre hermeneutischen und kriteriologischen Voraussetzungen und würdigt ihre sinnstiftenden Potenziale.

 

 

Der bedrohte Boden - Ein Expertentext aus sozialethischer Perspektive zum Schutz des Bodens

Der bedrohte Boden. Ein Expertentext aus sozialethischer Perspektive zum Schutz des Bodens (Die deutschen Bischöfe - Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen 44, hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz), Bonn 2016.

Erstellt von der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz sowie Stefan Möckel unter Mitarbeit von Andreas Lienkamp.

In einer Handvoll gesundem Boden befinden sich mehr Lebewesen, als Menschen auf der gesamten Erde leben. Böden sind Wasserspeicher und -filter, Lebensraum mit Artenreichtum, Lieferanten von Nahrungsmitteln, Kohlenstoff-Speicher und damit für den Klimaschutz hochrelevant, ein „Archiv“ der Menschheit (bei Ausgrabungen und für die Klimaforschung), kulturelles Gut mit Erholungswert, und sie formen charakteristische Landschaften, die sogar therapeutisch relevant sein können.

Am 5. Oktober 2015 hat nun die Deutsche Bischofskonferenz ihren Expertentext „Der bedrohte Boden“ veröffentlicht, welcher die Bedeutung der Böden für Menschen und Umwelt als wichtiges Thema christlicher Schöpfungsverantwortung definiert. Das Dokument erläutert den grundlegenden Beitrag, den die Böden zum Leben und für die Ökosysteme leisten. Auch die dramatischen Gefährdungen und schweren Beschädigungen werden aufgezeigt: durch die lebensfeindlichen, weitreichenden Versiegelungen, die die betroffenen Böden töten, durch falsche und zu intensive landwirtschaftliche Nutzungen sowie belastende Konsumgewohnheiten. Der Text betont die dringende Notwendigkeit des Umdenkens hin zu einem veränderten, nachhaltigen Umgang mit dieser auf unserem Planeten zwar unvermehrbaren, hingegen jedoch schnell zerstörbaren Lebengrundlage. Schließlich werden Handlungsempfehlungen zum Schutz des Bodens formuliert, wie Stopp des Verlustes und Erhaltung lebendiger Flächen sowie eine an klare Nachhaltigkeitskriterien gebundene, umweltverträgliche Nutzung.

 

 

Vaticanum 21 - Die bleibenden Aufgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils im 21. Jahrhundert

Böttigheimer, Christoph / Dausner, René (Hrsg.): Vaticanum 21. Die bleibenden Aufgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils im 21. Jahrhundert. Dokumentationsband zum Münchner Kongress "Das Konzil 'eröffnen'", Freiburg-Basel-Wien: Herder 2016, 586-613 (ISBN 978-3-451-37894-2).

Mit Beiträgen u. a. von Margit Eckholt, Andreas Lienkamp und Georg Steins.

In Erinnerung an die Beendigung des II. Vaticanums am 8. Dezember 1965 fand im Dezember 2015 ein internationaler Kongress zu den Herausforderungen für Theologie und Kirche im 21. Jahrhundert statt. Der Band enthält die Schlusserklärung sowie alle Kongress-Vorträge. So werden ein umfassender Einblick in die Konzilsrezeption gewährt und Perspektiven auf die für Theologie und Kirche heute zentralen Themen eröffnet. Ein Anhang enthält die Erklärung des Pariser Theologenkongresses vom April 2015.

 

 

Das Konzil eröffnen - Reflexionen zu Theologie und Kirche 50 Jahre nach dem II. Vatikanischen Konzil

Böttigheimer, Christoph / Dausner, René (Hrsg.): Das Konzil "eröffnen". Reflexionen zu Theologie und Kirche 50 Jahre nach dem II. Vatikanischen Konzil, Freiburg-Basel-Wien: Herder 2016 (ISBN 978-3-451-37594-1).

Mit Beiträgen u. a. von Margit Eckholt, Andreas Lienkamp und Georg Steins.

Das II. Vatikanische Konzil wurde am 8. Dezember 1965 feierlich beendet. 50 Jahre nach dem II. Vatikanum haben zahlreiche nationale und internationale theologische Kongresse stattgefunden, so u. a. in München (Dezember 2015). Dieser Band enthält die Schlusserklärung dieses großen internationalen Theologenkongresses samt Berichten und Kommentaren.

 

 

 

Die Sorge für unser gemeinsames Haus!

Lienkamp, Andreas: Die Sorge für unser gemeinsames Haus! Herausforderungen der bahnbrechenden Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus (Linzer Beiträge zu Wirtschaft - Ethik - Gesellschaft 8), Linz: Katholische Privatuniversität 2016 (ISSN 2071-0844).

Ein ausführlicher Kommentar des katholischen Sozial- und Umweltethikers Andreas Lienkamp zu der bahnbrechenden Sozial- und Umweltenzyklika  „Laudato si'“ von Papst Franziskus.

Das herausragende päpstliche Rundschreiben „Laudato si’“, veröffentlicht im Juni 2015, ist ein Meilenstein kirchlicher Sozialverkündigung - ein realistisches, aufrüttelndes und ermutigendes, politisch hochrelevantes und spirituelles Dokument, mit dem Papst Franziskus alle Menschen ansprechen möchte. Er analysiert und kritisiert deutlich schwere Missstände und gefährliche bis tödliche gesellschaftliche Fehlentwicklungen, fordert zu mehr Sozial- und Umweltengagement sowie zu drastischen Veränderungen im Denken und praktischen Handeln auf. Die „Aufgaben im Bereich der Schöpfung“, die „Pflichten gegenüber der Natur und dem Schöpfer“ sind Franziskus zufolge zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens: Die christliche „Option für die Armen“ muss dementsprechend auch eine Option für unseren kostbaren und verwundbaren Planeten umfassen.

Andreas Lienkamp untersucht das wertvolle Dokument eingehend und identifiziert zahlreiche elementare individual-, sozial- und umweltethische Prinzipien, die in dem päpstlichen Kunstwerk zur Anwendung kommen. Die normativen Maßstäbe der Enzyklika (beispielweise die gleiche Würde aller Menschen, die Erfahrungs- und Wissensschätze der Kulturen und Religionen, der Eigenwert eines jeden Geschöpfes) werden leicht nachvollziehbar erläutert und tabellarisch prägnant zusammengefasst. Der Kommentar ist eine Lese- und Verständnishilfe für Interessierte, die die spektakuläre päpstliche Botschaft in ihrer Systematik verstehen und die darin enthaltenen Wertmaßstäbe auf verschiedene Lebensbereiche übertragen wollen.

 

Frau aus dem Volk. Mit Maria Räume des Glaubens eröffnen

Eckholt, Margit, Frau aus dem Volk. Mit Maria Räume des Glaubens öffnen, Innsbruck 2015. 

In der Volksfrömmigkeit hat Maria in allen Jahrhunderten eine herausragende Rolle gespielt. Auch heute noch, wo die Bindung an die Kirche abnimmt, gehört das Pilgern zu einem Marienwallfahrtsort, das Anzünden einer Kerze an einem Marienfest, das Singen eines Marienliedes u. v. m. für viele Menschen zum Ausdruck ihres Glaubens. Die Gottesmutter ist für viele Menschen ein Vorbild, weil sie den Weg Jesu von Nazareth begleitet, ihr Leben ganz mit ihm verbunden hat. Dieses Buch ist keine neue „Mariologie“, sondern die Autorin wählt den poetisch-ästhetischen Zugang (durch Bilder, Texte, interkulturelle Erfahrungen aus Lateinamerika, Afrika und Asien) zur Gottesmutter und führt – mit „Maria an der Hand“ – in neue Räume ein, um die Grundfragen des christlichen Glaubens nach Gott, Jesus Christus und dem Heiligen Geist, nach Heil, Befreiung und Erlösung zu erschließen.

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An die Peripherie gehen: In den Spuren des armen Jesus. Vom Zweiten Vatikanum zu Papst Franziskus

Eckholt, Margit, An die Peripherie gehen: In den Spuren des armen Jesus. Vom Zweiten Vatikanum zu Papst Franziskus, Ostfildern 2015.

Der Konzilstheologe Karl Rahner hat 1965, am Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils, vom „Anfang eines Anfangs“ gesprochen, den das Konzil für die katholische Kirche und ihre neue Selbstbestimmung in der ausgehenden Moderne und in globalen Zeiten bedeuten wird. Margit Eckholt erinnert an diese weltkirchlichen Aufbrüche des Konzils, die Entstehung der „kontextuellen Theologien“ und den oft dramatischen Weg der Befreiungstheologien. Sie entwickelt Perspektiven, wie die Theologie ihre interkulturelle Verpflichtung ernstnehmen kann, um den Menschen, den Marginalisierten, den Zukurzgekommenen, denen an den gesellschaftlichen Rändern zu dienen. Ein theologisches Plädoyer, um das, was Papst Franziskus in seinem Lebensstil, in Zeichen und Worten der Kirche neu ins „pastorale Stammbuch“ schreibt, mit Leben zu füllen.

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Bibel und Liturgie, 88. Jahrgang 2015 - Heft 3. 
Redaktion: Prof. Dr. theol. Martina Blasberg-Kuhnke

Bibel und Liturgie, 88. Jahrgang 2015 - Heft 4. 
Redaktion: Prof. Dr. theol. Georg Steins

Rechtsextremismus als Herausforderung für die Theologie

Strube, Sonja Angelika (Hrsg.), Rechtsextremismus als Herausforderung für die Theologie, Breisgrau 2015.

Im christlichen Glaubensspektrum gibt es Frömmigkeitsstile, die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und rechtsextreme Einstellungen eher fördern als reduzieren. Zu beobachten ist dies zum einen in verschiedenen quantitativen Studien, zum anderen auf einschlägigen Internetseiten mit z.T. nennenswerter Leserschaft. Diesem Phänomen, das Kirchenleitungen wie theologische Forschung aufrütteln muss, geht dieser Band in Artikeln renommierter Experten aus der Rechtsextremismusforschung und Theologie interdisziplinär auf den Grund und eröffnet zugleich Lösungsperspektiven.

 

 

 

Gesichter des Konzils 
Eine Ringvorlesung zum Vaticanum II (1962-1965)

Steins, Georg / Nauerth, Thomas (Hrsg.), Gesichter des Konzils. Eine Ringvorlesung zum Vaticanum II (1962-1965), Osnabrück 2014, https://www.kath-theologie-cms.uni-osnabrueck.de/fileadmin/PDF/1_Ringvorlesung_-_Publikationen.pdf.

Das Zweite Vatikanische Konzil, das größte kirchengeschichtliche Ereignis des 20. Jahrhunderts, liegt schon 50 Jahre zurück. In den letzten Jahren ist ein heftiger Streit um die (Be-)Deutung des Konzils entbrannt. Am Konzil scheiden sich die Geister!

In der Begegnung mit großen Persönlichkeiten des Konzils, den oft genannten und einigen allzu schnell vergessenen, wird erfahrbar, warum dieses Thema noch lange nicht zu den Akten gelegt werden kann. Die konziliaren Lerngeschichten dieser Persönlichkeiten können uns inspirieren und unseren Blick auf die jüngste Kirchengeschichte und die theologischen und pastoralen Herausforderungen der Gegenwart schärfen.

Wir dokumentieren die Beiträge zur Ringvorlesung in leicht überarbeiteter Form; wo es sich anbot, wurde der Vortragscharakter beibehalten.

Ringvorlesung - Gesichter des Konzils SoSe 2013 - PDF

 

 

Gäste im eigenen Haus? Frauen in Theologie und Kirche

Die „Frauenfrage“ bleibt auch 50 Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965) ein Desiderat in der katholischen Kirche. Die auf dem Konzil grundgelegten Neuaufbrüche wurden zwar von vielen Theologinnen aufgegriffen und weiterentwickelt, doch ihre theologischen Arbeiten stehen immer noch im „Schatten“ ihrer Kollegen und sind in Wissenschaft und Kirche noch lange nicht rezipiert.

Eine der Pionierinnen auf diesem Gebiet ist die Osnabrücker Theologin Elisabeth Gössmann. Sie gehört zu den Begründerinnen einer theologischen Frauenforschung und feministischen Theologie. Ihr wissenschaftliches Arbeiten steht im Dienst der vergessenen Wege und wissenschaftlichen Leistungen von Frauen in der Geschichte christlichen Glaubens.

Die Tagung „Gäste im eigenen Haus? Frauen in Theologie und Kirche“ – gefördert durch die Fritz-Thyssen-Stiftung –  versuchte die theologischen Impulse Elisabeth Gössmanns zu würdigen, für heute zu erschließen und weiterzuentwickeln. 

Tagungsergebnisse - Gäste im eigenen Haus? - PDF

 

Vivir la Fe en la ciudad hoy

Eckholt, Margit / Silber, Stefan (Hg.), Vivir la Fe en la ciudad hoy. Las grandes ciudades latinoamericanas y los actuales procesos de transformación social, cultural y religiosa, 2 Bände, Mexiko-Stadt (Ediciones Paulinas) 2014. 

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Pastoral Urbana“ – Die sozialen, kulturellen und religiösen Transformationsprozesse in den lateinamerikanischen Mega-Cities sind 2014 in einer zweibändigen Publikation im Verlag Paulinas / Mexiko-Stadt erschienen.

Die lateinamerikanischen Bischöfe haben die Metropolen und Mega-Cities als „Laboratorien einer zeitgenössischen komplexen und pluralen Kultur“ bezeichnet und fordern eine neue urbane Pastoral. Es geht darum, neue Formen zu entwickeln, den Glauben in der Stadt zu leben, denn: Gott selbst „wohnt in der Stadt“, wie die lateinamerikanischen Bischöfe auf ihrer Konferenz  in Aparecida (2007) formuliert haben. „Neue Kulturen“, so Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“, ent¬ste¬hen genau hier, „in diesen riesigen menschlichen Geographien“, sicher voller „Ambi¬valen¬zen“ (EG 74) und Widersprüche, und der Christ, so der Papst, ist „gewöhnlich nicht mehr der¬jenige (…), der Sinn fördert oder stiftet, sondern der¬¬jenige, der von diesen Kulturen andere Sprachgebräuche, Symbole, Botschaften und Pa¬ra¬digmen empfängt“ (EG 73): „Eine neue Kultur pulsiert in der Stadt und wird in ihr konzi¬piert.“ (ebd.) Hier, in den vielen Räumen des „Zwischen“ – des „in-between“, wie die postkolonialen Denkansätze die Zwischenräume der „inter-kultu¬rellen“ Begegnungen in der globalisierten Welt nennen –, tun sich in aller Ambi¬valenz und allem Widerspruch neue Begegnungsräume auf, ist die Welt in Bewegung, er¬eignet sich Neues, und hier ist auch Glaube in Bewegung gekommen.

Vorliegende Publikation bezieht sich auf Studien interdisziplinärer Forscherteams in Mexiko-Stadt, Santiago de Chile, Campinas/Brasilien, Bogotá/Kolumbien, Buenos Aires und Córdoba/Argentinien und zeigt Kriterien und Perspektiven für die geforderte neue Pastoral in Mega-Citys angesichts der religiösen Transformationsprozesse auf. 

 

 

Iglesia en la diversidad - Esbozo para una eclesiología multicultural

50 Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil erinnert die katholische Kirche anden weltkirchlichen Aufbruch, den dieses Konzil bedeutet hat. Papst Franziskus spricht von einer „Kirche im Aufbruch“ und beschreibt die„Evangelisierung“ als zentrales Identitätsmerkmal der Kirche; er schreibtsich, 50 Jahre später, in die Dynamik und das „Ereignis des Geistes“ desKonzils ein. Das hat zu tun mit einem neuen Wahrnehmen von Welt und Kulturin aller Vielfalt, mit dem Ernstnehmen der „Zeichen der Zeit“ und einemAufmerken auf die Charismen, die im ganzen Volk Gottes wachsen. Die Beiträgedes vorliegenden Buches vertiefen diese neue weltkirchliche und geistlichePerspektive des Konzils: Kultur wird als „neuer theologischer Ort“formuliert, die Charismenorientierung der Kirchenkonstitution wirdherausgearbeitet, die Subjektwerdung aller Glaubenden, gerade auch derFrauen, wird in den Blick genommen.

Die vorliegenden Überlegungen sind nicht mehr als „Suchbewegungen“, siewollen Wege einer erneuerten dogmatischen Theologie und Ekklesiologieerschließen helfen, die auf neue – aus den Impulsen der „nouvelle théologie“schöpfende - Weise Dogmatik, Pastoral und Spiritualität miteinanderverknüpfen.

Die Publikation ist 2014 im Verlag der Jesuitenuniversität Universidad Católica Alberto Hurtado in Santiago de Chile erschienen.

 

 

Wettstreit um Ressourcen - Konflikte um Klima, Wasser und Boden

Schneckener, Ulrich / Scheliha, Arnulf von / Lienkamp, Andreas / Klagge, Britta (Hrsg.), Wettstreit um Ressourcen. Konflikte um Klima, Wasser und Boden, München 2014.

Klima, Wasser und Boden sind gleichermaßen unverzichtbare wie gefährdete Ressourcen der Menschheit. Was geschieht, wenn um ihre Nutzung ein Wettstreit entbrennt? Welche Konflikte können daraus entstehen? International renommierte Fachleute gehen der Frage nach, wie sich Ressourcenkonflikte und Ressourcenknappheit auf innerstaatlicher wie globaler Ebene auswirken und untersuchen exemplarisch Formen der Kooperation und Konfliktlösung. Ihre Beiträge spiegeln die Erkenntnisse und Sichtweisen unterschiedlicher Fachrichtungen wider: Das Buch umfasst politikwissenschaftliche, volkswirtschaftliche, wirtschafts- und sozialgeographische, völkerrechtliche, regionalwissenschaftliche ebenso wie theologisch-normative Aspekte – und erschließt so ein hochaktuelles Themenfeld der Friedens- und Konfliktforschung.

 

 

 

Glauben in Mega-Cities. Transformationsprozesse in lateinamerikanischen Großstädten und ihre Auswirkungen auf die Pastoral

Eckholt, Margit / Silber, Stefan (Hrsg.), Glauben in Mega-Cities. Transformationsprozesse in lateinamerikanischen Großstädten und  ihre Auswirkungen auf die Pastoral, Ostfildern 2014.

Die lateinamerikanischen Bischöfe haben die Metropolen und Mega-Cities als „Laboratorien einer zeitgenössischen komplexen und pluralen Kultur“ bezeichnet und fordern eine neue urbane Pastoral. Um auf die Herausforderungen der wachsenden Urbanisierung angemessen reagieren zu können, ist eine wissenschaftliche Begleitung nötig: Gefordert sind Reflexionen auf die sozialen, kulturellen, politischen und vor allem religiösen Transformationsprozesse in den Metropolen.Vorliegende Publikation stellt sich der drängenden Frage nach dem Glauben in extrem großen Städten. Sie bezieht sich auf Studien interdisziplinärer Forscherteams in Mexiko-Stadt, Santiago de Chile, Campinas/Brasilien, Bogotá/Kolumbien, Buenos Aires und Córdoba/Argentinien und zeigt Kriterien und Perspektiven für die geforderte neue Pastoral in Mega-Citys auf.

 

 

Verwandlung der Mächte. Eine Theologie der Gewaltfreiheit

Wink, Walter, Verwandlung der Mächte. Eine Theologie der Gewaltfreiheit, hrsg. von Thomas Nauerth und Georg Steins, Regensburg 2014.

„Darum geht es: nicht nur von den herrschenden Mächten frei zu werden, sondern diese selbst zu befreien …“  (Walter Wink) Die „Machtfrage“ ist der Schlüssel zum Neuen Testament, ja zur ganzen Bibel. In der Auseinandersetzung mit der oft als mythologisch abgetanen biblischen Rede von „Mächten und Gewalten“ zeigt Walter Wink einen neuen Zugang zum Kern der christlichen Botschaft auf. Jesu Lehre von der Gewaltlosigkeit wird für Wink dabei der entscheidende Weg, die herrschenden Unheilsmächte zu entlarven, zu transformieren und die Gewaltspirale zu durchbrechen. Damit eröffnet er einen neuen Zugang zur biblisch-christlichen Botschaft und zu einer neuen christlichen Praxis und Spiritualität.

Der Autor: Walter Wink, Dr. theol., geb. 1935, gest. 2012, war  Professor für Biblische Exegese am Auburn Theological Seminary in New York City und lehrte dort auch am  Union Theological Seminary. Für seine Studien über „Mächte und Gewalten“ wurde er mit dem Pax Christi Award ausgezeichnet.

Die Herausgeber: PD Dr. theol. Thomas Nauerth lehrt Religionspädagogik mit einem Schwerpunkt in Friedenspädagogik an der Universität Osnabrück.

Prof. Dr. theol. Georg Steins lehrt Biblische Theologie/Exegese des Alten Testaments an der Universität Osnabrück.

 

 

„Die Tür ist geöffnet“. Das Zweite Vatikanische Konzil – Leseanleitungen aus Frauenperspektive

Theologische Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbundes (Hrsg.), Die Tür ist geöffnet. Das Zweite Vatikanische Konzil - Leseanleitungen aus Frauenperspektive, Münster 2013.

„Lebendige Erinnerung an das Konzil“ – das ist 50 Jahre nach Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils eine Aufgabe aller Katholiken und Katholikinnen. Die Publikation der Theologischen Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbundes stelle zentrale Konzilstexte vor und gibt Interpretationshilfen für die Lektüre dieser Texte. Es wird an Frauen erinnert, die das Konzil und den Aufbruch des Konzils aktiv mitgetragen haben. 

 

 

 

Ohne die Frauen ist keine Kirche zu machen. Der Aufbruch des Konzils und die Zeichen der Zeit

Eckholt, Margit, Ohne die Frauen ist keine Kirche zu machen. Der Aufbruch des Konzils und die Zeichen der Zeit, Ostfildern 2012.

Papst Johannes XXIII. hat in seiner Enzyklika Pa¬cem in Terris (1963) die „Frau¬enfrage“ als eines der aktuellen „Zeichen der Zeit“ be¬nannt. Fünfzig Jahre nach Eröffnung des 2. Vati¬kani¬schen Konzils ist die „Frauenfrage“ nach wie vor eines der ent¬scheidenden „Zei¬chen der Zeit“, an dem sich die Inkultu-ra¬tions¬fähigkeit der katho¬lischen Kirche in die moderne Welt ent¬scheidet: „Ohne die Frauen ist keine Kirche zu machen!“ Es geht um Partizipation und Dialog in der Kirche, es geht aber ebenso um Zukunftsfragen des Glaubens, um die Suche nach neuen evan¬ge¬liumsgemäßen Formen, dem christ¬li-chen Glauben im Heute der Frauen einen Ausdruck zu verleihen.Das Buch erschließt im lebendigen Rückblick auf zentrale Impulse des Konzils in systematisch-theologischer und interkultureller Perspektive die Frauenfrage als für Kirche und Gesellschaft herausforderndes Zeichen der Zeit. 

 

 

Aggiornamento heute. Diversität als Horizont einer Theologie der Welt

Eckholt, Margit / Wendel, Saskia (Hrsg.), Aggiornamento heute. Diversität als Horizont einer Theologie der Welt, Ostfildern 2012.

Die neuen theologischen Wege, die Theologinnen nach dem Konzil eingeschlagen haben, die Entstehung des Feminismus und der neuen Frauenbewegung in der katholischen Kirche, femini-stische und kontextuelle Theologien basieren auf den Impulsen des 2. Vatikanischen Konzils: Das „aggiornamento“, für das das 2. Vatikanum (1962-65) steht, muß im gegenwärtigen Horizont der „Diversität“ unter den Bedingungen von Globalisierung, Multikulturalität und Säkularisierung neu für die heutige Zeit wahrgenommen werden. Die Beiträge des vorliegenden Buches stellen sich dieser Aufgabe: Sie setzen beim „aggiornamento“ des Konzils an und interpretieren es im Zeichen der „Diversität“.

 

 

 

Bibelhermeneutik und Christliche Sozialethik

Heimbach-Steins, Marianne / Steins, Georg (Hrsg.), Bibelhermeneutik und Christliche Sozialethik, Stuttgart 2012. 

Bibel und Ethik – von der Sache her hängen sie eng zusammen: Erlösungsbotschaft und Gerechtigkeitsfrage lassen sich nicht voneinander trennen. Dennoch ist die Rolle der Bibel in der Ethik seit Jahrzehnten ein Streitthema im wissenschaftlichen Diskurs: Hat die Bibel in einer der Vernunft verpflichteten Ethik überhaupt einen Platz? Trägt sie etwas bei zum Verstehen des sittlichen Anspruchs? Kann man sie als Quelle von Normen und zu deren Begründung beanspruchen? Müssen nicht ethische Einsichten vielmehr ohne fremde Autoritäten auskommen, vernünftig einsehbar und universal vermittelbar sein?

Eine interuniversitäre und interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus Sozialethik und Bibelwissenschaften verleiht der Diskussion neue Impulse. Angesichts der aktuellen Umbrüche in den Bibelwissenschaften und der Neubestimmung der Grundlagen der Ethik im globalen Kontext werden Horizonte des Themas abgesteckt und ethische Herausforderungen im Blick auf die Bibel erörtert.

 

 

Kirchengeschichte. 2000 Jahre im Überblick

Eder, Manfred, Kirchengeschichte. 2000 Jahre im Überblick, Düsseldorf 2008, 3., durchgesehene und aktualisierte Auflage, Ostfildern 2014, 256 S. mit zahlreichen Abbildungen, Graphiken und Karten.

Diese Einführung will Grundkenntnisse zu den wichtigsten kirchengeschichtlichen Entwicklungen und Ereignissen auf dem zweitausendjährigen Weg von der Urgemeinde in Jerusalem zur Weltkirche von heute vermitteln. Schwerpunkte bilden in der Alten Kirchengeschichte die frühchristliche Mission, die Auswirkungen der Konstantinischen Wende und die ersten Ökumenischen Konzilien, im Mittelalter die Christianisierung der Germanen, der Investiturstreit sowie das Abendländische Schisma und in der Neuzeit Reformation und Gegenreformation, die Große Säkularisation von 1803 sowie die beiden Vatikanischen Konzilien. Dabei werden auch Hintergründe, die die Gegenwart mit der Vergangenheit verbinden, und die gesellschaftlich-kulturelle Wirkmächtigkeit von zwei Jahrtausenden verständlich.

Das Buch wendet sich zuvorderst an alle Studierenden der Katholischen Theologie, die als Begleitlektüre oder zur Prüfungsvorbereitung nach einem kirchenhistorischen Abriß in verständlicher Sprache und überschaubarer Form Ausschau halten. Darüber hinaus sollen alle angesprochen werden, die sich für die Geschichte der Kirche interessieren, aber nicht schon zu Beginn Gefahr laufen wollen, „den Wald vor lauter Bäumen“ nicht mehr zu sehen.