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Kirchengeschichtliche Spurensuche in den Archiven des Vatikans
Prof. Dr. Martin Belz hat für eine Woche an einem internationalen Archivkurs in Rom teilgenommen
11. Februar 2026
Gruppenbild vor der Kulisse des Peterdomes (c) Istituto Sangalli, Florenz
Ein Brief von Michelangelo zum Bau des Petersdomes, Dokumente zur Umsetzung der christlichen Mission in Asien und Unterlagen zur Seelsorge in römischen Pfarreien in der Frühen Neuzeit - dies sind nur einige Highlights, die die Teilnehmer:innen eines internationalen Archivkurses in Rom zu sehen bekamen, an dem Prof. Dr. Martin Belz im Januar 2026 teilnahm.
Der Kurs „The Archives of the Holy See and the Roman Catholicism: Instructions for use and new research perspectives“ fand in der ewigen Stadt vom 26. bis 30. Januar 2026 statt und wurde vom Istituto Sangalli aus Florenz mit zahlreichen Kooperationspartnern ausgerichtet. Rund zwanzig Teilnehmende, von Masterstudierenden über Promovierende und Post-Docs bis zu Juniorprofessoren, nahmen an dem Archivkurs mit viel Interesse und großem Engagement teil. Dabei konnten sie auch ihre internationale Vernetzung ausbauen: Die Teilnehmenden kamen unter anderem aus Berkeley, St. Louis, Washington, Oxford, Lissabon, Venedig, Shanghai und Sidney.
Das Programm war vielfältig und abwechslungsreich strukturiert: Einführende Seminareinheiten ausgewiesener Forscherinnen und Forscher zu Geschichte, Struktur und Quellenbeständen verschiedener vatikanischer und römischer Archive wechselten sich mit intensiven Führungen und Rechercheeinheiten in den Archiven ab. Dabei konnten die Teilnehmer:innen Einblicke in das Archiv der ehemaligen „Propaganda Fide“ (heute: Dikasterium für die Evangelisation der Völker), das Archiv des ehemaligen „Heiligen Offiziums“ (heute Dikasterium für die Glaubenslehre), das Archiv der Dombauhütte des Petersdoms, das Archiv des Vikariates Roms (das römische Diözesanarchiv) und die Handschriftenabteilung der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek gewinnen. Einheiten zur Paläographie der Frühen Neuzeit rundeten das Programm ab.
Für Martin Belz, zu dessen Forschungsinteressen unter anderem die ortskirchliche Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils und die Geschichte der religiösen Erziehung in der Frühen Neuzeit und der Moderne zählen, bot dieser besondere Archivkurs eine einmalige Gelegenheit, relevante Archive und einschlägige Quellen zu recherchieren und Kontakte zu den vatikanischen Archivar:innen und zu internationalen Forschenden zu knüpfen. Die Teilnahme wurde dankenswerter Weise von der Universitätsgesellschaft Osnabrück, dem Fachbereich 3 und dem Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück finanziell großzügig unterstützt.
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Projekt "Vatican II: Event and Mandate" - Workshop in Rom und Treffen mit Papst Leo XIV.
Im Rahmen des interkontinentalen Kommentarprojekts „Vatican II: Event and Mandate“ fand vom 9.-12. Dezember 2025 in Rom ein Workshop des Steering Committees und der Herausgeber:innen des Abschlussbandes des Projekts statt. Struktur, Methodik und Inhalte des Bandes, der als Band 12 der geplanten Reihe erscheinen wird, wurden gemeinsam abgestimmt. Die Herausgeber:innen der 12-bändigen Reihe, die auf deutsch im Verlag Herder und auf englisch im Verlag Peeters publiziert wird, haben an der Generalaudienz am Mittwoch, den 10. Dezember teilgenommen und am Rande der Audienz Papst Leo XIV. die bislang erschienenen Bände überreicht. Prof. Dr. Margit Eckholt, Co-Chair des Projekts und Moderatorin des Scientific & Editorial Boards, hat Band 1 „Allgemeine Einführung und Hermeneutik“ (deutsche Version, Verlag Herder) überreicht, dessen Erarbeitung von ihr koordiniert und vorbereitet worden ist.
Ebenso kam es zu einem Austausch mit Kardinal George Jacob Koovakad, dem Präfekten des Dikasteriums für interreligiösen Dialog, der mit großem Interesse den kurzen Einblicken in unterschiedliche kontinentale Perspektiven auf Entwicklungen und Herausforderungen in der interreligiösen Begegnung folgte.
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Tagung "60 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil" im voll ausgebuchten Haus Ohrbeck, Georgsmarienhütte (Foto: Jana Behrens)
Partizipative Workshops und kleinere, interaktive Panels waren zentrale Elemente der Tagung (Foto: Jana Behrens)
Öffentliches Abendpodium mit internationalen Konzilsexpert:innen Carlos Schickendantz, Shaji George Kochuthara, Béatrice Faye und Christoph Theobald, moderiert von Margit Eckhkolt (v.l.n.r.) (Foto: Jana Behrens)
Tagungsbericht "60 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil: Interkulturell glauben, denken und handeln"
Uni Osnabrück lud am 21.-22. November 2025 zu Tagung ins Haus Ohrbeck
Zum 60. Jahrestag des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils lud das Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück und das Haus Ohrbeck zu einer international besetzten Tagung ein. Unter dem Titel „Interkulturell glauben, denken und handeln“ werden die Impulse des Konzils aus weltkirchlicher und interkultureller Perspektive neu beleuchtet.
Ziel der Tagung war es, die Reformdynamik des Konzils 60 Jahre später im interkulturellen Austausch weiterzudenken. „Die Tagung wollte eine Plattform für Diskussion und Austausch zwischen verschiedenen Kulturen, pastoralen, beruflichen und akademischen Kontexten sowie theologischen Forschungsansätzen bieten und von dort her die zukunftsweisenden Impulse des Zweiten Vatikanums erörtern“, so Prof. Dr. Margit Eckholt, die diese Tagung gemeinsam mit ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Severin Parzinger sowie Franziska Birke-Bugiel und Dr. Josef M. Könning vom Haus Ohrbeck veranstaltete. Kooperationspartner waren die Referate für Weltkirche und Interreligiösen Dialog der Diözese Osnabrück sowie ICALA (Intercambio cultural alemán-latinoamericano) und IIMF (Internationales Institut für Missionswissenschaftliche Forschungen).
Der Auftakt am Freitag, 21. November 2025, stand unter dem Motto „Global denken lernen“ und bot sechs thematische Workshops. Im voll ausgebuchten Tagungshaus berieten die über hundert Teilnehmenden unter anderem darüber, inwiefern eine Auseinandersetzung mit den Konzilsdokumenten in schulischer, pastoraler und wissenschaftlicher Praxis noch zeitgemäß und weiterführend ist.
Beim öffentlichen Abendforum um 19.30 Uhr, das Weihbischof Johannes Wübbe (Bistum Osnabrück) mit einem Grußwort eröffnete, diskutierten renommierte Konzilsforschende – u. a. Prof. Dr. Shaji Kochuthara (Rom/Bangalore), Prof. Dr. Béatrice Faye (Dakar), Prof. Dr. Carlos Schickendantz (Santiago de Chile) und Prof. Dr. Christoph Theobald (Paris) – über die Zukunft einer synodalen, vom Zweiten Vatikanum inspirierten Kirche. Im Anschluss daran stellten Prof. Dr. Dr. h.c. Margit Eckholt (Universität Osnabrück) und Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth (Theologische Fakultät Trier) das internationale Forschungsprojekt Vatican II - Event and Mandate zu einer interkontinentalen Kommentierung der Dokumente des 2. Vatikanischen Konzils vor und präsentierten die ersten erschienenen Kommentarbände.
Am Samstag, 22. November 2025, vertieften ausgewiesene Theologinnen und Theologen in Panels und Workshops die Frage der Relevanz der Konzilsdokumente für Bildung, Ökumene und interreligiöse Verständigung. Die Statements aus den Panels wurden in einer anschließenden Workshop-Einheit auf ihre Anschlussfähigkeit in weltkirchlichen, pastoralen und schulischen Kontexten befragt. Rückblickende Stimmen von Tagungsbeobachtenden und Studierenden fassten inhaltliche Leitlinien der Tagung zusammen und markierten mit provokanten Fragen die bleibende Aufgabe einer zukunftsweisenden Konzilsrezeption in Theologie und Kirche.
Weitere Informationen und das detaillierte Programm finden sich im Tagungsflyer.
David Rüschenschmidt, Ringo Müller, Martin Belz und Markus Leniger in der Akademie Schwerte, (c) Schwerter Arbeitskreis Katholizismusforschung | Heiner Stahl.
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Neues Sprecherteam des Schwerter Arbeitskreises Katholizismusforschung
Dr. Ringo Müller, Dr. David Rüschenschmidt und Prof. Dr. Martin Belz bilden zukünftig ein Dreierteam
26. November 2025
Auf der 39. Jahrestagung des Schwerter Arbeitskreises Katholizismusforschung, die vom 21. bis 23. November 2025 in der Katholischen Akademie Schwerte stattfand, wurde ein neues Sprecherteam gewählt. Nach fünf Jahren Tätigkeit schied Dr. Sarah Thieme (Münster) auf eigenen Wunsch aus dem Leitungsteam aus. Dr. Markus Leniger (Schwerte) und Prof. Dr. Martin Belz (Osnabrück) dankten ihr stellvertretend für die Akademie und den Arbeitskreis herzlich für ihre langjährige Mitwirkung im Leitungsteam. Als Nachfolger wählten die Teilnehmenden der Tagung Dr. Ringo Müller (Erfurt) und Dr. David Rüschenschmidt (Hamburg). Gemeinsam mit Martin Belz, der seine Mitwirkung im Sprecherteam fortsetzt, bilden sie zukünftig ein Dreierteam, das den Arbeitskreis leitet und zusammen mit Markus Leniger von der Akademie Schwerte die Jahrestagungen organisiert.
Wer einen ersten Überblick über die bisherige Forschung des Arbeitskreises gewinnen möchte, findet auf der Homepage weitere Hinweise. Die Bibliografie des Arbeitskreises, die einen konzisen Überblick über die Projekte der letzten Jahre gibt, wird fortlaufend aktualisiert.
Die nächste (40.) Jahrestagung des Arbeitskreises findet vom 20. bis 22. November 2026 in Schwerte statt.
Der Call for Papers für die Projektvorstellungen aus dem Nachwuchsbereich wird voraussichtlich im Januar 2026 veröffentlicht werden.
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Foto: Teilnehmer:innen des XV. ICALA-Alumni-Seminars aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Deutschland, Ecuador, Guatemala, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Peru und Uruguay
Tagungen und interdisziplinäre ICALA-Alumni-Seminare in Córdoba, Buenos Aires/Argentinien und Montevideo/Uruguay, 1.-10. Oktober 2025
Vom 2. bis 5. Oktober 2025 veranstaltete das Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland e.V. das XV. internationale und interdisziplinäre ICALA-Alumni-Seminar zum Thema „Synodalität Demokratie und Geschlechtergerechtigkeit“ („Sinodalidad, Democracia y Género“) in Zusammenarbeit mit der Universidad Católica de Córdoba, dem ICALA-Consejo Córdoba sowie dem ICALA-Frauenförderprogramm in Córdoba/Argentinien.
Im Anschluss an das Alumni-Seminar reiste das ICALA-Team, Prof. Dr. Dr. h.c. Margit Eckholt (Präsidentin ICALA), Prof. Dr. Martin Kirschner (Vizepräsident ICALA), Nikola Götzl (wiss. Mitarbeiterin ICALA) und Johannes Bausenhart (ICALA-Tutor) weiter zu Tagungen und Vorträgen nach Buenos Aires und Montevideo, die in Zusammenarbeit von ICALA mit der Universidad Nacional de San Martín, mit der theologischen Fakultät der Universidad Católica Argentina sowie mit der Universidad Católica del Uruguay und den zugehörigen Kooperationspartner:innen des ICALA-Netzwerks durchgeführt wurden. Zudem wurden Netzwerktreffen mit den ICALA-Consejos in Córdoba, Buenos Aires und Montevideo sowie den ehemaligen ICALA-Stipendiatinnen und -Stipendiaten vor Ort veranstaltet.
Ein ausführlicher Reise- und Tagungsbericht findet sich auf der ICALA-Homepage.
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(c) Universität Osnabrück | Foto: Charlotte Diring
Neuer Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juniorprofessur
Kirchen- und Christentumsgeschichte
15. Oktober 2025
Das Team der Juniorprofessur für Kirchen- und Christentumsgeschichte freut sich, Mag. theol. Michael Neumann, M.A. herzlich als neuen Wissenschaftlichen Mitarbeiter begrüßen zu dürfen.
Nach dem Studium der Katholischen Theologie (Magister theologiae) und der Geschichtswissenschaft (Master of Arts) an der Universität Münster war Herr Neumann im Bereich Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftsmanagement am Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster tätig. Anschließend arbeitete er als Bildungsreferent beim Bundesverband Katholische Kirche an Hochschulen e.V. in Bonn.
Derzeit promoviert Herr Neumann zum Thema „Das Katholische Büro in Bonn und die Eherechtsreform. Der Wandel der politischen Vertretung religiös legitimierter Interessen zwischen 1949 und 1976“.
An der Juniorprofessur wird Herr Neumann als Elternzeitvertretung das Team verstärken und die Juniorprofessur in Forschung und Lehre unterstützen. Das gesamte Team der Juniorprofessur freut sich auf die Zusammenarbeit und wünscht Herrn Neumann einen erfolgreichen Start bei seiner neuen Tätigkeit.
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Ein neues Fach „Christliche Religion“ und ein neues Kerncurriculum
„In Niedersachsen gibt es bald ein neues Schulfach: Die evangelischen Kirchen und katholischen Bistümer in Niedersachsen haben am 05.09.2025 in Hannover eine Vereinbarung mit dem Land Niedersachsen über die Einführung des Unterrichtsfachs „Christliche Religion nach evangelischen und katholischen Grundsätzen“ (kurz: Christliche Religion) unterzeichnet.
Anstelle der bisherigen Unterrichtsfächer Evangelische Religion und Katholische Religion wird an den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen ein Religionsunterricht eingeführt, der inhaltlich gemeinsam von den katholischen Bistümern und evangelischen Kirchen in Niedersachsen verantwortet wird.
Das Fach wird aufsteigend im Primarbereich und im Sekundarbereich I zum 01.08.2026 verpflichtend eingeführt. In dieser Form ist das Fach einmalig in Deutschland.“
Im August 2025 wurde auch ein erster Entwurf für ein Kerncurriculum für das neue Fach „Christliche Religion“ sowohl für die Sekundarstufe I als auch für die Primarstufe vorgelegt. Die kritische Debatte zu diesem noch nicht öffentlichen Kerncurriculum ist angelaufen. Eine Stellungnahme der hier in Osnabrück am „Lehrstuhl für Religionspädagogik und Pastoraltheologie“ Tätigen findet sich hier
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Die Teilnehmenden des Studientages vor der Lambertikirche in Münster (c) Universität Osnabrück | Luca Wijsbeek
Osnabrücker Studierende auf den Spuren der Täuferinnen und Täufer in Münster
Zweiter kirchengeschichtlicher Studientag an der Universität Osnabrück erneut ein Erfolg – Kooperationsprojekt von evangelischen und katholischen Kirchenhistorikerinnen und Kirchenhistorikern an der Universität Osnabrück ging in die nächste Runde
13. Juni 2025
Wer waren die Täuferinnen und Täufer, deren Bewegung im Zeitalter der Reformation entstand? Welche religiösen Vorstellungen leiteten sie? Wie kam es dazu, dass sie in Münster vorübergehend die Macht übernehmen konnten? Und wie wird Täufertum heute gelebt?
Diesen Fragen widmete sich der zweite kirchenhistorische Studientag an der Universität Osnabrück, der von den Kirchenhistorikerinnen und Kirchenhistorikern der Institute für Evangelische und Katholische Theologie am 11. Juni 2025 organisiert wurde. Nach dem großen Erfolg des ersten Studientages im letzten Jahr (zum Bericht siehe hier) ging es dieses Mal mit rund 25 Studierenden nach Münster in Westfalen, den Schauplatz des berüchtigten Täuferreiches von 1534/1535. Die Veranstaltung stand unter dem Titel: „Auf den Spuren der Täuferinnen und Täufer in Münster. Eine erinnerungsgeschichtliche Exkursion im Rahmen des Täuferjubiläums (500 Jahre Täuferbewegung)“.
Als Ausgangspunkt der konfessionell-kooperativen Lehrveranstaltung nahmen die Organisatorinnen und Organisatoren den historischen Beginn des Täufertums, der sich 2025 zum 500. Mal jährt: Im Januar 1525 fand in Zürich die erste Glaubenstaufe statt. Daran erinnern dieses Jahr Gemeinden und Kirchen, die in der Tradition der reformatorischen Täuferbewegung stehen oder sich mit ihr verbunden fühlen, im Rahmen eines vielfältigen Veranstaltungsprogramms.
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Die Teilnehmenden der Summer School 2025 (c) Universität Osnabrück | Ringo Müller, Erfurt
Studierende widmen sich geteilter und vereinter Christentumsgeschichte in Ost- und Westdeutschland 1949–1999
Summer School der kirchenhistorischen Professuren in Osnabrück und Erfurt war ein voller Erfolg – Großes Lob für Veranstalter seitens der Teilnehmenden
13. Juni 2025
Die Teilnehmenden der Summer School 2025 (c) Universität Osnabrück | Ringo Müller, Erfurt Die Teilnehmenden der Summer School 2025 (c) Universität Osnabrück | Ringo Müller, Erfurt
Wie gestalteten sich christliche Lebenswelten in Ost- und Westdeutschland nach 1949? Auf welche Weise rezipierten Christinnen und Christen die kirchlichen Reformen und die gesellschaftlichen Transformationsprozesse von den 1950ern bis zur Jahrtausendwende in beiden deutschen Staaten? Welche Veränderungen, Neuaufbrüche und Kontinuitäten zeichneten sich in dieser Zeit auf den Ebenen der Pfarreien und Diözesen, der Kirchen- und Bistumsleitungen sowie der Ordensgemeinschaften ab? Wie setzten sich Gläubige mit unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systemen auseinander? Und welchen Anteil hatten sie an der friedlichen Revolution 1989/1990?
Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema „Christentum im geteilten und vereinten Deutschland 1949–1999“ widmete sich eine interuniversitäre Summer School, die vom 28. Mai bis 1. Juni 2025 in Kooperation durch die Professur für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Universität Erfurt und die Juniorprofessur für Kirchen- und Christentumsgeschichte an der Universität Osnabrück ausgerichtet wurde. Als Tagungsstätte diente das Benediktinerkloster Huysburg bei Halberstadt im Harz, das mit seiner Lage in der Nähe der ehemaligen innerdeutschen Grenze und mit seinem angeschlossenen Tagungshaus den idealen inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für die Summer School bot. Gefördert wurde die fünftägige Veranstaltung durch namhafte Zuschüsse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, des Freundeskreises der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt, der Studienkommission des Fachbereichs 3 und des Instituts für Katholische Theologie der Universität Osnabrück sowie der beiden ausrichtenden Professuren.
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Prof. Dr. Martin Belz (c) Universität Osnabrück | Jens Raddatz
Von der Pfarrfamilie zur Gemeinde. Neuer Blogbeitrag von Prof. Dr. Martin Belz erschienen
22. April 2025
Wie veränderten sich Pfarreien und Gemeinden in der Vergangenheit – und welche Bezüge besitzen diese Entwicklungen für die kirchliche Gegenwart? Diesen Fragen widmete sich der Vortrag "Von der Pfarrfamilie zur Gemeinde. Transformationen lokalkirchlicher Vergemeinschaftungskonzepte ca. 1920–1970" von Prof. Dr. Martin Belz im Rahmen des Projekts „Sendung und Sammlung“ des Erzbistums Hamburg am Dienstag, 14. Januar 2025. Vor dem Hintergrund aktueller Transformationsprozesse auf pfarrei- und gemeindekirchlicher Ebene nahm der Referent dabei eine historische Einordnung verschiedener Konzepte lokalkirchlicher Vergemeinschaftung im 20. Jahrhundert vor. Anhand von Beispielen aus seinen eigenen Forschungen vorwiegend zum Bistum Limburg und zur Stadtkirche von Frankfurt am Main ging Martin Belz folgenden Fragen nach: Welche Kirchenbi
lder wurden am konkreten Kirchort jeweils rezipiert? Welche Ausgestaltungen erfuhren diese Bilder in den Feldern der Pastoral und Laienpartizipation, der Liturgie und Katechese sowie im Verhältnis zu Gesellschaft und anderen Konfessionen? Und welche Angebote an Sinnstiftung und Identitätsbildung beinhalteten sie? Zu dem Vortrag erschien nun der Blogbeitrag von Martin Belz auf der Seite des Erzbistums Hamburg unter: https://erzbistum-hamburg.de/Von-der-Pfarrfamilie-zur-Gemeinde-3334.
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Nomination procedure academic year 2025/2026 - Universidad Loyola Andalucía
Dear Partner,
Greetings from Universidad Loyola, Spain!
We are happy to announce that the nomination period for the academic year 2025/26 (Fall, Spring and Annual stays) will open on March 15th. There will be a second nomination period for Spring semester students from 14th October - 15th November.
Attached you will find our latest factsheet and below you will find the link for the nomination Platform MoveOn.
Nomination platform:
uloyola.moveonfr.com/form/5a7c08ea8b811b1b7e000002/eng
Nomination period: 15th March - 15th May 2025
For students needing to apply for a student visa, please nominate them as soon as possible, given that processes at the Consulates are taking longer than usual.
It is required that students are equally divided between our Sevilla and Córdoba campuses when the field of studies allows it. You can find more information about this in our Factsheet.
Please do not hesitate to contact us if you have any doubts.
Kind regards,
International Office
UNIVERSIDAD LOYOLA
Campus Córdoba and Campus Sevilla
incoming@uloyola.es
www.uloyola.es
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Neue Eigenständigkeitserklärung - verbindlich ab 01.04.2025
Jetzt mit Dokumentationspflicht bzgl. der Nutzung KI-basierter Tools
Nach eingehender Beratung mit allen Lehrenden und Studierendenvertreter:innen des Instituts für Katholische Theologie hat der Institutsvorstand am 12. Februar 2025 eine neue Eigenständigkeitserklärung für schriftliche Studien-/Prüfungsleistungen beschlossen. Diese beinhaltet neben den bisher gewohnten Selbstverpflichtungen zur vollständigen Dokumentation benutzter Quellen und Schriften nun auch die Dokumentationspflicht der Nutzung KI-basierter Hilfsmittel. Der Umfang der Nutzung und die genauer Art der Dokumentation von KI-Tools ist detailliert im Einzelfall zwischen betreffende Lehrperson und Studierende:r zu klären und festzuhalten.
Die neue Eigenständigkeitserklärung ist für alle schriftlichen Arbeiten (Hausarbeiten, Thesen, Portfolios, Bachelor-, Master- und Dissertationsarbeiten, etc.) ab dem kommenden Sommersemester, sprich ab 01.04.2025, verbindlich.
Weitere Infos und Anregungen zur differenzierten Reflexion und Dokumentation KI-basierter Tools im wissenschaftlichen Arbeiten finden sich in der niedersachsenweiten Handereichung KI-Gebrauch im Studienkontext dokumentieren (Baresel et al. 2024).
Für Fragen, Unterstützung oder auch weitergehende Beratung zur Begleitung und Dokumentation wissenschaftlicher Arbeiten mit KI-basierten Tools stehen der Institutsvorstand, die Fachschaft KT oder Severin Parzinger und Katharina Blischke zur Verfügung.
Die neue Erklärung findet sich hier als Word-Vorlage zum Download.
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SPRACHANFORDERUNGEN FÜR DIE STUDIERENDEN DER KATHOLISCHEN THEOLOGIE
nach der Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen (Nds. MasterVO-Lehr) vom 2. Dezember 2015
Lehramt an GRUNDSCHULEN
fachbezogene Grundkenntnisse in Latein
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Lehramt an BERUFSBILDENDEN SCHULEN
fachbezogene Grundkenntnisse in Latein
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Lehramt an HAUPT- UND REALSCHULEN
fachbezogene Kenntnisse in Latein
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Lehramt an GYMNASIUM
1. Graecum oder fachbezogene Kenntnisse in Griechisch
oder
Hebraicum oder fachbezogene Kenntnisse in Hebräisch
und
2. (Kleines Latinum) oder fachbezogene Kenntnisse in Latein
Fachbezogene Grundkenntnisse = 1 Uni-Kurs über 1 Semester (Einführung in die Sprache im WS)
Kenntnisse = 2 Uni-Kurse über 2 Semester (Einführung + Aufbaukurs im SS)
Erläuterung zu Latein:
In Osnabrück werden schulische Leistungen in Latein anerkannt, auch wenn Latein nicht bis zum Latinum fortgeführt wurde: Wer auf der Schule 1 Jahr Latein gelernt hat = Grundkenntnisse, wer 2 Jahre Latein hatte = fachbezogene Kenntnisse! Die Anerkennung erfolgt nur in der Sprechstunde von Prof. Dr. G. Steins nach Vorlage der Schulzeugnisse im Original. Wenn auf dem Abiturzeugnis das (Kleine) Latinum bescheinigt ist, sind alle Bedingungen erfüllt; eine weitere Bescheinigung ist dann nicht nötig! Das Abiturzeugnis reicht als Bescheinigung aus.
Alle Fragen richten Sie bitte an Prof. Dr. Georg Steins (am besten in der Sprechstunde)
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