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Katholische Theologie


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Glaubensanalyse mit Michel de Certeau in Zeiten interkultureller und interreligiöser Begegnungen

Autorin: Prof. Dr. Margit Eckholt

Erschienen: Juli 2020 (Grünewald)

Der französische Jesuit Michel de Certeau (1925-1984) war ein Grenzgänger zwischen den Disziplinen – Geschichts- und Kulturwissenschaften, Philosophie und Religionswissenschaften –, ein avantgardistischer Denker, dessen Impulse für die Theologie im deutschsprachigen Raum erst in den letzten Jahren entdeckt werden. In einer beeindruckenden Weise hat er den Bruch zwischen Glauben und Kultur im europäischen Kontext konstatiert. Er hat sich den großen geistlichen Traditionen der Moderne – vor allem in der Schule seines Ordensvaters Ignatius – auf kreative Weise angenähert und erschlossen, wie diese Texte zu „Partituren“ werden können, durch die die Gott-Rede wieder neu intoniert werden kann. In Zeiten, in denen von einer „Kirche im Aufbruch“ die Rede ist, von Evangelisierung und neuen „missionarischen Aufbrüchen“, leitet Michel de Certeau die Theologie zu einer neuen Glaubensanalyse an: kreativ, auf der Suche nach neuen Sprachformen und im Dienst einer „Kirche im Werden“.

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BESTSELLER WIEDER LIEFERBAR   -
JETZT IN 2. AUFLAGE 2020

73 Ouvertüren.
Die Buchanfänge der Bibel und ihre Botschaft

E. Ballhorn/G. Steins/R. Wildgruber/U. Zwingenberger (Hrsg.)
Gütersloher Verlag, Oktober 2018

"Von Anfang an sah und las ich Staunenswertes.
Beim Öffnen der Bibel eröffnet sich etwas. Ein Weltraum." (A. Stadler)


Ein neuer Zugang zur Bibel: gut geschrieben, ansprechend, voller Überraschungen!
In 73 kurzen Essays und sieben Überblicksartikeln wird das wichtigste Buch unserer Kultur erschlossen. Der Büchnerpreisträger Arnold Stadler weckt die Leselust.
50 Bibelwissenschaftlerinnen und Bibelwissenschaftler legen die biblischen Buchanfänge als Ouvertüren zur Botschaft des einzelnen Buches und der Bibel insgesamt aus.

Der Ideale Begleiter für alle, die die Bibel immer schon besser kennenlernen wollten.

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Ein neues Lesebuch: „Was ist Friedenstheologie?“

Thomas Nauerth / Ökumenisches Institut für Friedenstheologie (Hg.):
Was ist Friedenstheologie ?
Norderstedt: BoD 2020, Preis 9,90 €, ISBN: 978-3-7526-4444-9


In diesem Lesebuch, eine Selbstvorstellung des noch jungen "Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie", gehen 22 Autorinnen & Autoren der Frage nach, was Friedenstheologie heute bedeutet. Wie unterschiedlich die Wege des Nachdenkens über Krieg und Frieden sich theologisch auch gestalten mögen, sie führen immer zur Ablehnung von tötender (militärischer) Gewalt als einem - vermeintlich legitimen - Mittel der Politik. "Kirche ist Kirche der Versöhnung und des von der Versöhnung her verstandenen Friedens, oder sie ist nicht." (Martin Leiner) Auch außerhalb des theologischen Diskurses, überall dort, wo die Befreiung zum Frieden in Gemeinden oder Friedensbewegungen gelebt wird und sich zu bewähren hat, muss Friedenstheologie daher verständlich und provokativ sein. Ansprechend ist auch die Auswahl kurzer spiritueller und erzählender Texte, die die Abfolge der gut geschriebenen theologischen Aufsätze immer wieder poetisch unterbrechen.

Mit Beiträgen von Apl. Prof. Dr. Thomas Nauerth und Prof. Dr. Georg Steins
vom Institut für Katholische Theologie in Osnabrück


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Christlicher Schöpfungsglaube heute

Mit dem Klimawandel hat der christliche Anspruch, die Schöpfung zu bewahren, eine neue Dringlichkeit bekommen. Aber was meint eigentlich die Rede von der „Schöpfung“? Wie können wir die biblischen Schöpfungserzählungen verstehen? Welche Impulse gibt der Schöpfungsglaube für ein christliches Leben heute? Der vorliegende Band versammelt Beiträge zur christlichen Schöpfungsspiritualität, die von biblischen Reflexionen bis zu sozialethischen Überlegungen im Anschluss an die Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus reichen. Prof. Georg Steins/Osnabrück geht in einem grundlegenden bibeltheologischen Beitrag der Frage nach, wovon die biblischen Anfangserzählungen eigentlich sprechen. Gegen schnelle "fromme" Vereinnahmungen oder "vorgeblich kritische" Zurückweisungen des biblischen Textes zeigt er dessen kritischen Gehalt und weltgestaltenden Anspruch auf: eine "politische" Lesart des biblischen Textes, ein wichtiger Beitrag zu den aktuellen gesellschaftlichen Debatten.

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Frauen in der Kirche
Zwischen Entmächtigung und Ermächtigung

herausgegeben von Prof. Dr. Margit Eckholt

Auf dem Synodalen Weg der deutschen Ortskirche hat das Forum über Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche neben der Auseinandersetzung mit Klerikalismus und Macht einen zentralen Stellenwert erhalten. Wenn kirchlicher Feminismus wieder stärker ins Bewusstsein rückt, so ist dies ein hoffnungsvolles Zeichen: Der Geist Gottes, wie er im Leben von Frauen in der Geschichte gewirkt hat, kann nicht ausgelöscht werden, und ohne ihre Charismen, ihren Mut und ihre Kreativität wird es für Kirche keinen Weg in die Zukunft geben. Die Publikation, die im Echter-Verlag in der Reihe Franziskanische Akzente erschienen ist, arbeitet die Geschichte der Kirche von Beginn an begleitenden Erfahrungen, Praktiken und theologisch-geistlichen Reflexionen von Frauen heraus und zeigt dabei auch die Spannung von "Entmächtigung" und "Ermächtigung" auf, die sich in die Geschichten von Frauen in der Kirche eingeschrieben hat.

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Eine Erschließung der Lesungen der Osternacht

Georg Steins/Universität Osnabrück u. Egbert Ballhorn/TU Dortmund
Verlag Pustet/Regensburg 2020

In der Osternacht feiern auf der ganzen Erde Jahr für Jahr Christinnen und Christen den glücklichen Umschwung von der Nacht zum Morgen, von der Klage zur Freude, vom Tod zum Leben. Die Feier ist geprägt von zahlreichen Lesungen aus dem Alten und dem Neuen Testament. Einige dieser Bibeltexte sind schwierig oder unverständlich. Wie erklingt darin die frohe Botschaft von Gottes unbedingtem Einsatz für das Leben? Dieser Band bietet Erklärungen zu Gestalt und Sinn der Osternachtfeier und Anregungen für Predigt und Meditation.
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Las iglesias pentecostales y los movimientos carismáticos
en Guatemala y América Central, como desafío para la Iglesia católica

herausgegeben von:
Margit Eckholt, Universität Osnabrück
Monseñor Rodolfo Valenzuela, Bischof von Verapaz, Cobán

Erschienen: November 2019 (Universidad Rafael Landívar, Editorial Cara Parens, Guatemala)

Die wissenschaftliche Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz hat seit den 1990er-Jahren langfristig angelegte empirische Studien zur Entwicklung der Pfingstkirchen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika und den mit ihrem Wachsen verbundenen Herausforderungen für die katholische Kirche durchgeführt. Auf einer Tagung in Rom 2013 wurde der Wunsch laut, in den einzelnen Regionen Symposien durchzuführen, um im Gespräch mit Politik- und Sozialwissenschaftler*innen sowie Theolog*innen zu einer fundierten Urteilsbildung im Blick auf die Pfingstbewegung zu kommen. In diesem Zusammenhang fand vom 7. bis 9. August 2018 in Guatemala-Stadt eine Tagung mit ca. 80 Teilnehmenden – darunter auch Bischöfe aus Guatemala und anderen Ländern Zentralamerikas – zu den Pfingstkirchen in Guatemala / Zentralamerika und ihrer Herausforderung für die katholische Kirche und ihre Pastoral statt. Der nun auf Spanisch erschienene Tagungsband dokumentiert die Beiträge des Kongresses entlang des Dreischrittes Sehen – Urteilen – Handeln. Eine deutschsprachige Zusammenfassung der Tagungsergebnisse bietet: Margit Eckholt: Der Pentekostalismus und die katholische Kirche in Guatemala/Zentralamerika = Forschungsergebnisse Nr. 13, hrsg. von der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der DBK, Bonn 2019

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Der «Vatikan» ist abgeschlossen

Eine Papstgeschichte mit Osnabrücker Kommentar

 
Am 30.November 2019 präsentierte der Osnabrücker Kirchenhistoriker Professor Dr. Manfred Eder in Augsburg die von ihm federführend kommentierte Neuausgabe von Joseph Bernharts Papstgeschichte «Der Vatikan als Weltmacht» im Rahmen eines Festvortrags. Anlässlich der Jahrestagungen der Joseph-Bernhart-Gesellschaft (Türkheim) und des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte würdigte Professor Eder die bis in die 1960er-Jahre hinein einflussreiche Abhandlung und erläuterte, warum diese Geschichte der Päpste bis heute beachtens- und lesenswert ist.

Zur Beschreibung des Editionsprojekts

 

 

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Religion als Ressource befreiender Entwicklung

50 Jahre nach der 2. Konferenz des lateinamerikanischen Episkopats in Medellín: Kontinuitäten und Brüche

herausgegeben von Prof. Dr. Margit Eckholt

Erschienen: März 2019 - zum 90. Geburtstag von Prof. Dr. Peter Hünermann (Grünewald)

Das Jahr 1968 ist ein Schlüsseljahr für die katholische Kirche in Lateinamerika: Die auf der Konferenz in Medellín versammelten lateinamerikanischen Bischöfe haben die vielschichtige „strukturelle Gewalt“ in Lateinamerika deutlich benannt und im Abschlussdokument der Konferenz Grundlagen einer werteorientierten Entwicklungsarbeit aus christlichem Geist gelegt. Die hier formulierte „Option für die Armen“ bezieht sich auf die biblischen Traditionen, die Kritik  der Propheten Israels an Unterdrückungssituationen, Unrecht und Armut, an die Jesus von Nazareth angeknüpft hat. Sie führte im lateinamerikanischen Befreiungsdenken, das im Anschluss an Medellín entwickelt wurde, zu einer grundlegend neuen Gestalt theologischer, philosophischer und pädagogischer Arbeit. Diese Denktraditionen bilden über den lateinamerikanischen Kontext hinaus bis heute zentrale Referenzpunkte, um in einer interkulturellen Perspektive Religion als Ressource befreiender Entwicklung zu erschließen. Die Beiträge dieses Buches nähern sich diesen Fragen aus theologischen, philosophischen und (sozial)-pädagogischen Perspektiven an.

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Frauen in kirchlichen Ämtern
Reformbewegungen in der Ökumene

herausgegeben von:
Margit Eckholt, Universität Osnabrück
Ulrike Link-Wieczorek, Universität Oldenburg
Dorothea Sattler, Universität Münster
Andrea Strübind, Universität Oldenburg

Erscheinungstermin: September 2018

Der Band beleuchtet in ökumenischer Perspektive die Argumente für die Teilhabe von Frauen an allen kirchlichen Ämtern und Diensten, ohne die es keinen Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen geben wird. Besonders auch angesichts von Leidensgeschichten, die in der katholischen Kirche mit dem kategorischen Ausschluss von den ordinierten Ämtern gegeben ist, befasst der Band sich mit den vielfältigen Aspekten der Ämterfrage. Dabei werden bibeltheologische, traditionsgeschichtliche, soziologische und praktisch-theologische Fragen erörtert.

Die Publikation dokumentiert den ökumenischen Kongress, der 2017 in Osnabrück stattfand, sowie die vom Kongress verabschiedeten "Osnabrücker Thesen". Zudem dokumentiert er den Brief von Kardinal Luis Ladaria zur Frage der Frauenordination sowie die Stellungnahme von Dorothea Sattler.
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Schöpfung: Jahrbuch der Religionspädagogik (JRP) Band 34 (2018)

In keinem anderen theologischen Themenfeld gibt es wohl so stark Anlass, über die Bedeutung religiöser Traditionen in Anbetracht modernen Wissens und gegenwärtiger Lebensorientierungen nachzudenken: Die Schöpfungserzählungen der Bibel - wie werden sie in der aktuellen Bibelexegese verstanden? Gott als Schöpfer - was davon ist mit Blick auf Ethik, Ökologie und Naturerfahrung als genuin theologischer Zugang zu Welt und Wirklichkeit vermittelbar? Ein wichtiges Buch für Theologie und Religionsunterricht - mit Beiträgen u. a. von Andreas Lienkamp und Georg Steins aus Osnabrück.

 

 

 

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Aktive Gewaltfreiheit
Theologie und Pastoral für den Frieden

herausgegeben von:
Margit Eckholt, Professorin für Dogmatik mit Fundamentaltheologie, Universität Osnabrück
Georg Steins, Professor für Altes Testament, Universität Osnabrück

Erscheinungstermin: Mai 2018

Angesichts der Gewalt und der Gefährdung des Friedens weltweit ist aktive Gewaltfreiheit der Schlüssel für die Zukunft unseres Planeten. Und sofern immer häufiger Gewalt im Namen Gottes verübt wird, sind Theologie und Pastoral zur Unterscheidung der Geister aufgerufen.

Die Autorinnen und Autoren des Bandes zeigen, in welcher Weise aktive Gewaltfreiheit einen Weg zu einem friedlichen, würdevollen Zusammenleben jenseits von Illusion und verantwortungsloser Passivität darstellt; wie aktive Gewaltfreiheit also „zu unserem Lebensstil“, zum „kennzeichnenden Stil unserer Entscheidungen, unserer Beziehungen und unseres Handelns“ (Papst Franziskus) werden kann.

Gewaltfreiheit ist die größte Macht, die der Menschheit zur Verfügung steht. Sie ist machtvoller als die schlimmste Zerstörungswaffe, die der menschliche Erfindergeist je hervorbringen wird.“ (Mahatma Gandhi)

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Friedens-Räume
Interkulturelle Friedenstheologie in feministisch-befreiungstheologischen Perspektiven

Virginia R. Azcuy (Hg.) / Margit Eckholt (Hg.)

1.  Auflage 2018, Verlag Grünewald

Die gegenwärtigen Zeiten sind in allen Weltregionen geprägt von Gewalt, (Bürger-)Krieg, Terrorismus und verschiedensten Ausgrenzungen aufgrund von Geschlecht, sozialer, religiöser oder ethischer Zugehörigkeit. In einigen Regionen wie in Mittelamerika oder Kolumbien wirkt offen oder verdeckt die Zeit der Bürgerkriege nach. Gewalt in Form von Kriminalität, Drogenkriegen und der darin involvierten Mara (der Jugendbanden) und vor allem Gewalt gegen Frauen stellen eine wachsende Bedrohung dar. Die Unsicherheit und Verwundbarkeit des Lebens drückt sich zudem in den steigenden Zahlen der Morde aus; die Feminizide, die Ermordung vor allem jüngerer Frauen, rücken verstärkt in das Bewusstsein der Öffent­lichkeit, in Ländern wie Argentinien und Peru sind Märsche gegen die Gewalt gegen Frauen unter dem Stichwort „Ni una menos“ – „Keine mehr“ – organisiert worden. Friede ist zunehmend fragil.

Angesichts dieser Herausforderungen stellt dieses Buch die Frage nach dem fragilen Frieden ins Zentrum. Die Autorinnen legen Spuren aus für eine Friedenstheologie in feministisch-befreiungstheologischer und interkultureller Perspektive und Grundlagen für eine neue Präsenz des Christlichen im öffentlichen Raum – im Dienst eines „guten Lebens“ für alle, der Menschenrechte und interkultureller Friedensarbeit.

Die Publikation ist eine Frucht des Kongresses „Räume des Friedens – Zeichen unserer Zeit und biographische Zugänge aus Frauenperspektive“ vom 28.-31.3.2016 an der Katholisch-theologischen Fakultät der Pontificia Universidad Católica in Buenos Aires/Argentinien, der im Rahmen des Projektes „Friedens-Raum-Theologie“: Erarbeitung von Perspektiven einer interkulturellen öffentlichen Theologie, mit Fokus „Friedensbildung aus Frauenperspektive“ von der DFG gefördert wurde. Sie veröffentlicht erstmals die Beiträge junger lateinamerikanischer Theologinnen aus verschiedenen Kontexten Lateinamerikas zum Thema Friedenstheologie in deutscher Sprache.

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Zeugnis, Liebe und Widerstand

Der Rhönbruderhof 1933-1937

Hg. Thomas Nauerth

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Theologische Frauenforschung in „bewegter stabilitas“. Für Elisabeth Gössmann anlässlich ihrer Ehrenpromotion an der Universität Osnabrück

hg. von Margit Eckholt, Farina Dierker

Am  30. Januar 2017 wurde Frau Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Elisabeth Gössmann durch die Universität Osnabrück der Titel einer Doktorin ehrenhalber verliehen. In Zusammenarbeit mit dem Iudicium-Verlag wurde nun eine Festschrift vorgelegt mit den Beiträgen der Festrednerinnen Prof. Dr. Helen Schüngel-Straumann (Basel) und Prof. Dr. Haruko Okano (Tokyo). Aufgenommen wurden außerdem zentrale theologische Beiträge Elisabeth Gössmanns zur theologischen Frauenforschung.

Elisabeth Gössmann hat mit ihren Forschungen die theologische Frauenforschung im deutschsprachigen Raum mitbegründet. Geboren am 21. Juni 1928 in Osnabrück, absolvierte sie ihr Studium der Katholischen Theologie in Münster und München und wurde 1954 in München mit einer dogmengeschichtlichen Studie promoviert. Elisabeth Gössmann war lange Jahre an der Seishin-Frauen-Universität in  Tokyo und seit 1990 an der Philosophischen Fakultät der Universität München tätig.
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Osnabrücker katholische Theologen im Film

Die Überwindung von Gewalt ist zu einer Schlüsselfrage für das Überleben der Menschheit geworden. Täglich werden wir an die Dringlichkeit dieser Aufgabe erinnert.

Der amerikanische Theologie Walter Wink (1935-2012) hat sich Zeit seines Lebens mit der "kreativen Gewaltfreiheit" beschäftigt und an gewaltfreien Veränderungen in Lateinamerika und Südafrika mitgewirkt. Die deutsche Übersetzung seines letzten Buches "Verwandlung der Mächte. Eine Theologie der Gewaltfreiheit" 2014 durch die Osnabrücker Theologen Thomas Nauerth und Georg Steins vom Institut für Katholische Theologie war ein Anstoß für die österreichische Investigativjournalistin Johanna Tschautscher aus Linz zu einem 95minütigen Essayfilm.

"In dem Filmtitel 'Vom Mythos der erlösenden Gewalt' greift die Filmemacherin eine zentrale Erkenntnis Walter Winks auf", so apl. Prof. Nauerth. "Wink hält das gefährliche Vertrauen auf die gewaltüberwindende Kraft von Gewalt für die erfolgreichste Religion der Geschichte seit dem Aufkommen der kriegerischen Eroberungsstaaten vor gut 5000 Jahren im Alten Orient." Der Essayfilm führt über Interviews und Textzitate in Winks Überlegungen ein. Das Genre 'Essayfilm' ist eine gute Möglichkeit, auch komplexere Überlegungen auf künstlerische Weise zu vermitteln:

"Johanna Tschautscher verbindet die in Osnabrück entstandenen Interviews mit meinem Kollegen und mir mit Texten von Wink, mit weiteren Gesprächsausschnitten, einer eindringlichen Musik und sehr eindrucksvollen ruhigen Studien zu Grabmalfiguren eines alten Friehofs und wechselnden Panoramen historischer Zinnsoldaten. Es ist gar nicht leicht, eher nüchterne theologische und philosophische Gedanken ohne Spielhandlung und dennoch spannend zu verfilmen. Der österreichischen Filmemacherin gelingt dieses Kunststück", stellt Prof. Steins bewundernd fest.

Nach der Premiere am 5. Dezember in Linz, wird der Film in ausgewählten Kinos zu sehen sein und ab ca. Februar 2018 für Bildungsarbeit, Unterricht u. a. als CD zur Verfügung stehen. Das Buch "Verwandlung der Mächte" erscheint im Frühjahr in einer zweiten, erweiterten Auflage.

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